SENBAZURU – 4.000 selbstgebastelte Kraniche für den Frieden
SENBAZURU bedeutet auf Japanisch „tausend Kraniche“ und geht auf einen alten japanischen Brauch aus dem Jahre 1797 zurück: Der Legende nach wird demjenigen, der tausend Origami-Kraniche faltet, ein Wunsch erfüllt. Weltweite Bekanntheit erlangte das Symbol vor allem durch Sadako Sasaki: Das japanische Mädchen erkrankte nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima an Leukämie und begann, während ihres Krankenhausaufenthaltes Papierkraniche in allen möglichen Farben und Größen zu falten – in der Hoffnung auf Heilung. Durch sie wurde der Kranich zu einem internationalen Symbol für Frieden und den Kampf gegen den Einsatz von Atomwaffen.
An der APS hat diese Tradition im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes JAPAN nun eine ganz besondere Geschichte geschrieben. Kunstlernbegleiterin Katharina Schmidmayer-Hamberger startete gemeinsam mit den Lernenden das Projekt SENBAZURU – mit dem ursprünglichen Ziel, 1.000 Kraniche für den FRIEDEN zu falten.
Doch die Begeisterung unter den Lernenden aller Altersstufen ließ sich nicht bremsen: Am Ende zählten wir stolze 4.000 gefaltete Papierkraniche. Hierbei wurden je 40 Kraniche auf einen roten Faden aufgefädelt, mit einer goldenen Perle als Abschluss versehen und zu einem großen Bund zusammengefasst. Während der gesamten Projektphase schmückten die farbenfrohen Kraniche unsere Lern- und Aufenthaltsräume und sorgten für eine friedvolle, besondere Atmosphäre.
Was als kleines Kunstprojekt zum Thema JAPAN begann, wurde zu einem eindrucksvollen gemeinsamen Zeichen: 4.000 Kraniche – 4.000 Wünsche für Frieden. (Yve Schuster)
