Erasmus in Riva del Garda 2025 – Lernen, Leben & neue Verbindungen
Vom 17. Mai bis 1. Juni 2025 durften sechs Lernende unserer Schule im Rahmen des Erasmus+-Förderprogramms eine ganz besondere Erfahrung machen: einen Lernendenbesuch an der Canalescuola – Creativity Garden im wunderschönen Riva del Garda am Gardasee (Italien). Unter dem Leitmotiv unseres Erasmus+-Projekts „Europa erleben, gestalten und bewahren. Gemeinsam für Frieden, Wohlstand und eine grüne Zukunft.“ bot die Mobilität die Möglichkeit, Europa unmittelbar zu erleben, neue Lernformen kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit der italienischen Partnerschule interkulturelle Erfahrungen zu sammeln.
Die Canalescuola ist eine alternative Schule in freier Trägerschaft, die von engagierten Eltern gegründet wurde. Sie begleitet Kinder und Jugendliche nach einem erfahrungsbasierten und konstruktivistischen Lernansatz. Kreativität, Eigenverantwortung und ganzheitliches Lernen stehen dort im Mittelpunkt – Werte, die auch die Pädagogik der APS prägen. Dadurch entstand ein bereichernder Austausch über unterschiedliche Wege des Lernens und Lehrens.
Während der zwei Wochen tauchten unsere Lernenden vollständig in den Schulalltag der Canalescuola ein und brachten dabei auch selbst frischen Wind mit. Da sich die Schule noch im Aufbau befindet und überwiegend jüngere Kinder und Jugendliche unterrichtet werden, übernahmen unsere Lernenden Verantwortung und gestalteten eigene Angebote. So initiierten sie Kreativprogramme – zum Beispiel das gemeinsame Fertigen von Perlenketten – und knüpften dabei ganz nebenbei echte Verbindungen zu den Kindern und Jugendlichen vor Ort. Gemeinsam wurde außerdem das Thema Nachhaltigkeit aufgegriffen: Bei einer Müllsammelaktion und Gesprächen über Recycling entstand ein gemeinsames Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt.
Neben dem Unterricht erkundeten sie gemeinsam die Region: Museumsbesuche, Wanderungen, Canyoning und Windsurfen sorgten für unvergessliche Erlebnisse und jede Menge Abenteuer.
Untergebracht waren unsere Lernenden bei Serena Olivieri, der Gründerin der Canalescuola, in einem großen Haus mit weitläufigem Garten und altem Baumbestand – ein echtes Zuhause auf Zeit. Hier lernten sie nicht nur als Gruppe zusammenzuwachsen, sondern auch Verantwortung für den gemeinsamen Alltag zu übernehmen: gemeinsam einkaufen, kochen, Entscheidungen treffen und das Zusammenleben selbst organisieren.
Rückblickend war dieser Aufenthalt in vielerlei Hinsicht bereichernd. Englisch war die gemeinsame Verständigungssprache, gleichzeitig entwickelten unsere Lernenden ein erstes Gespür für die italienische Sprache, Kultur und Lebensweise. Die Begegnungen zeigten, wie bereichernd unterschiedliche Bildungskonzepte und Lebensweisen innerhalb Europas sein können und wie persönlicher Austausch gegenseitiges Verständnis und europäische Zusammenarbeit stärkt.
Vor allem aber sind wunderbare menschliche Verbindungen entstanden, die wir in Zukunft weiter pflegen und ausbauen möchten. Die Reise hat eindrucksvoll gezeigt, wie der europäische Gedanke durch persönliches Lernen, gemeinsame Verantwortung und gegenseitigen Respekt lebendig wird.
Von Herzen DANKE – an das Erasmus+-Programm, unsere Partnerschule mit ihrer Schulleitung und den Lernbegleitern, an die Schulleitung der APS, an alle, die unsere Lernenden während der Mobilität begleitet haben, sowie an die vielen Organisatoren im Hintergrund. Erst durch das Engagement all dieser Menschen wurde diese unvergessliche Reise möglich. (M. Jäger & A. Wiedmann)

